Fliegen lernen im Verein,

vielleicht nicht die schnellste, aber bestimmt die schönste und günstigste Variante, ein Motorflieger oder Motorseglerpilot zu werden.
Voraussetzung für die Ausbildung ist eine gute Gesundheit (Besuch beim Fliegerarzt vor dem Schulungsbeginn; eine Brille z.B. ist kein Hindernis) und ein Mindestalter von 17 Jahren - dann kann es losgehen.
Unter der Leitung von unseren ehrenamtlichen 3 Fluglehrern beginnt die Ausbildung auf unserem Motorflugzeug DA40 oder auf dem Schulungsmotorsegler SF 25 C/2000.
Geflogen wird, wenn es das Wetter zulässt, jedes Wochenende und auch manchmal Nachmittags das ganze Jahr über.
Am Wochenende ab März bis November wenn die Segelflieger auch mal wieder in die Luft kommen wollen, geht es Samstags um 10.00 Uhr und Sonntags um 9:00 Uhr auf dem Flugplatz Auchtweid los.
Der neuste Wetterbericht, wird mit dem PC der im Tower steht, über das Internet abgerufen und kann von jedem Piloten für seine Flugvorbereitungen benutzt werden.
Die Segelflugzeuge, Motorsegler und das Motorflugzeug werden aus der Halle geräumt und überprüft.
Jeder Schüler fliegt je nach Wetter und Schüleranzahl an diesem Tag mehrere Starts und Landungen mit dem Flugzeug und einem Fluglehrer an Board.
Fliegen im Verein heißt aber auch mithelfen. Windenfahrer, Flugleiter, Startleiter und andere Helfer sind notwendig, bevor ein Flugzeug in die Luft kommt.
Die gesamte Motorausbildung und Motorseglerausbildung bis zum Flugschein - (Details siehe Unten)- dauert je nach vorhandener Zeit und praktischen Können - die ersten Alleinflüge führt man bereits nach etwa 60 Starts und Landungen durch!
Nach einer theoretischen und praktischen Prüfung erhält man seinen "Flugschein".
Wer sich noch nicht gleich festlegen möchte, kann zuerst einen Gastflug mitmachen.
In den Wintermonaten fliegen wir nicht regelmäßig, sondern kümmern uns um unsere Flugzeuge, Gebäude und andere Hilfsmittel wie Fahrzeuge und Schleppwinde - auch der theoretische Unterricht für die Flugschüler findet statt. Theorie in den Fächern Technik, Meteorologie, Navigation, Luftrecht und Verhalten in besonderen Fällen stehen auf dem Stundenplan.

 

Die Ausbildung im Detail:

Nach einer ersten Bodeneinweisung mit einigen Hinweisen, die jeder Teilnehmer am Flugbetrieb kennen muss, beginnt die fliegerische Ausbildung mit den ersten Schulstarts auf dem Motorsegler oder Motorflugzeug.
Die ersten Starts dienen dabei dem vertraut machen mit dem Element "Luft", dem Bedienen der Ruder und den daraus resultierende Bewegungen des Flugzeuges um seine Achsen, sowie der Orientierung in der Flugplatznähe aus der Vogelperspektive. Wird der Geradeaus- und Kurvenflug beherrscht, werden in rascher Folge die Steuertechniken beim Start, die Höheneinteilung beim Landeanflug und die sanfte Landung erlernt.
Gelingen die Flugübungen mit einer konstanten Sicherheit, überprüft dieses noch einmal ein zweiter Fluglehrer. Sollte auch er sein Einverständnis geben, folgen die wohl aufregendsten Momente im Leben eines Fliegers, die ersten 3 Alleinflüge. Die Alleinflüge erfolgen auf dem gleichen Flugzeug, auf dem auch schon vorher mit dem Fluglehrer geflogen wurde. Erfahrungsgemäß sind etwa 60 bis 80 Starts im Motorsegler oder Motorflugzeug notwendig, um das erste Mal allein gen Himmel zu steigen. Diese Zahl ist natürlich individuell verschieden. Jüngere Flugschüler brauchen im allgemeinen weniger Starts, ältere einige mehr.
Es folgen nun weitere Alleinflüge, bei denen die Kenntnisse gefestigt werden.
Weiter werden das Erfliegen von Kompasskursen und Grenzflugzustände demonstriert.
Es müssen auch nach dem ersten Alleinflug jetzt noch 30 Flugstunden alleine geflogen werden die zum Flugschein notwendig sind.
Ein weiterer Ausbildungsschritt beinhaltet die Vorbereitung auf Überlandflüge. Mit einer navigatorischen und einer meteorologischen Überlandflugeinweisung wird das Fliegen außerhalb der eigenen Flugplatzumgebung gezeigt. Dazu gehören auch noch mehrere Landungen auf fremden Flugplätzen und auch eine Landung auf einem Verkehrsflughafen.
Zum Abschluss der Motorseglerschulung, gehört noch ein Streckenflug über 300 km mit einer Landung auf 2 fremden Flugplätzen durchzuführen. Sind alle diese Dinge erfolgreich und sind auch parallel zur praktischen Ausbildung die theoretischen Kenntnisse in mind. 60 Unterrichtsstunden erlernt worden, steht dem erfolgreichen Bestehen der theoretischen und praktischen Luftfahrerscheinprüfung nichts mehr im Wege.

 

Gesamtkosten bis zum Pilotenschein B (Motorsegler)

Die Kosten der Motorseglerausbildung bis zum Pilotenschein B, (Motorsegler) die im Verein ca. 1 Jahr dauern wird, je nach Teilnahme am Flugbetrieb und der Veranlagung des Flugschülers, setzt sich folgendermaßen zusammen.
1. Aktive Mitgliedschaft 156,00 Euro Beitrag pro Jahr.
2. Einstandsbeträge Ausbildungsmotorsegler 160,00 Euro einmalig.
3. Fluggebühren ca. 1600,00 Euro für den Motorsegler