Es war im Frühjahr 1933, als in Hockenheim am Segelfliegen interessierte Männer einen Club gründeten, um in Gemeinschaftsarbeit ihr Ziel zu erreichen. Den 1. Vorsitz übernahm Gewerbeschulrektor Artur Bausch, die Funktion des Schriftführers und Werkstattleiters Gewerbelehrer Richard Quintel und die des Kassierers Oskar Weiß. Sie
bildeten ein reges und tatkräftiges Team, das den Club in kurzer Zeit zu beachtlicher Größe führte, so dass bereits im März 1934 in der Mitgliederliste 181 Personen zu verzeichnen waren.
Aber trotz wirtschaftlich sehr kargen Zeit, viele waren arbeitslos, trug jeder der Aktiven, so gut er es vermochte bei, um das erste Flugzeug möglichst bald fertig zu stellen, denn sie wollten fliegen. Nur Idealisten vermögen solche Begeisterung und Aufopferung zu bringen wie diese Männer, die oftmals Tag und Nacht arbeiteten, Straßensammlungen durchführten, den letzten Groschen gaben und auf manches verzichteten, nur um ihr Ziel zu erreichen: Fliegen.
Bereits im Spätsommer 1933 sollte sich ihr sehnlichster Wunsch erfüllen. Unter der Anleitung von Segelfluglehrer Moor aus Heidelberg startete das Segelflugzeug " Zögling 33" mit Quintel am Steuer zum ersten Rutscher. Um fliegen zu können, benötigte man mindestens 15 Mann, denn 10 Mann musste das Gummiseil ausziehen, 3 Mann das Flugzeug am Schwanz festhalten, ein Mann hob die Tragfläche waagrecht und einer flog, der auch das Kommando gab: " Haltemannschaft fertig - Startmannschaft fertig - ausziehen laufen - los", worauf der Gleiter bei voll ausgezogenem Seil 6 bis 7 Meter hochkatapultiert wurde, um nach wenigen Sekunden zu landen. Die Übungen für den Anfänger bestanden aus Rutschern in ebenem Gelände, dann in Sprüngen, die allmählich höher wurden, bis man schließlich von Geländeerhebungen starten durfte. Natürlich flogen gelegentlich auch Splitter davon, oder die Tragflächen kippten nach unten, weil die Spanndrähte gerissen waren; mache "bohrten nach Petroleum", wobei die Schnauze der Maschine im weichen Boden stecken blieb. Doch bei alledem splitterte höchstens Holz und der Verbandskasten musste selten in Anspruch genommen werden. Da damals kein Flugplatz vorhanden war, übte man den Flugbetrieb in den Mörschwiesen aus, verlegte ihn 1935 in die Marlach beim Torfloch und im Jahr 1940 zu den Oftersheimer Dünen, die höher waren und somit längere Flüge ermöglichten. Mit den Fahrrädern transportierten die Flugschüler ihre "SG", die auf einem zweirädrigen Karren mit Deichsel (Dackel) stand, das Hinterteil war abmontiert, zum Fluggelände; einige Male fuhr man sogar bis nach Heidelsheim bei Bruchsal, denn es fehlten noch PKW und Hänger. Erst 1937, nachdem der Club Besitzer eines Daimler-Benz Kabriolett Oldtimers mit hochragendem Messingspitzkühler, geriffelten Alublechtrittbrettern, Kulissenschaltung, Handgas - Zündverstellung am Lenkrad und Ballenhube war, fuhr man motorisiert nach Heidelsheim um die "A", oder die "B" Prüfung zu fliegen. 30 beziehungsweise 60 Sekunden, die hierzu benötigt wurden, konnte man nur an entsprechenden Berghängen fliegen. Doch streikte das Gefährt immer bei steilen Steigungen, so dass die ganze Mannschaft die verteilt im Benz und auf dem Hänger saß, absitzen und schieben musste. Der stolze Daimler-Benz wurde für untauglich befunden und ein Jahr später durch einen 12 Sitzer Opel Bus ersetzt, der jahrelang den Ansprüchen genügte. Diese Fahrten begleiteten immer ein Hauch von Abenteuer mit oft unerwarteten Ereignissen, die meistens in Pannen bestanden. Wenn nun das Gefährt glücklich im Fluggelände angekommen und die Maschine aufgerüstet war, rannte die ganze Mannschaft den ganzen Tag bergauf und bergab, denn nach jedem Flug musste das Flugzeug auf einen Dackel zum Startplatz, der meistens ganz oben am Berghang lag, gezogen und geschoben werden.
In Heidelsheim stand im unteren Teil des Fluggeländes ein einzelner Baum, der eine besondere Anziehungskraft ausübte und den "A" Aspiranten des öfteren mit einem Ringelpiez die Landung beendete. Einmal musste sogar der Feuerwehrhauptmann um Hilfe gebeten werden, welcher mit " Kaiser Wilhelm Bart" streng blickte und von seinem Stehpult den schriftlichen Befehl erließ: "An den Löschmeister. Nehmen sie mit dem Sturmführer und seinen Leuten die 10 Meter Leiter heraus, um einen Flieger von den Buchenbäumchen herunter zu holen." Der vermutliche Sturmführer war Fluglehrer Peter Schopf. Doch schauten die Männer ihren Vogel richtig traurig an, wenn er nach allzu harter Landung, was einige male passierte, mit gebrochenen Flügeln am Boden lag und nicht mehr fliegen konnte.
Aber dafür war das "Hallo" immer wieder groß, wenn Prüfungsflüge gelungen waren, die unausweichlich mit einem Brennnesselstrauß, anschließendem Schinkenklopfen belohnt und nach dem Flugbetrieb von der ganzen Mannschaft gefeiert wurden, in der durch gleiche Interessen besonders gute Kameradschaft, auch Freundschaften, zustande kamen.

Es war im Frühjahr 1935 ,als eine größere Gruppe Jugendlicher aus der Flieger HJ vom Modellbau im Hause Piazollo in der Karlsruherstraße, den Kurt Heidenreich leitete, sich entschloss, ebenfalls fliegen zu lernen. Aber sie lernten nicht nur fliegen, sondern auch handwerkliche Fertigkeiten, sei es als Schlosser unter Julius Hoffmann, der damals ein strenges Regiment führte oder als Schreiner bei Paul Schmeckenbecher und Julius Hagmann, die sich nun ebenfalls als Werkstattleiter betätigten. Im Keller sowie im Unterrichtsraum der Gewerbeschule, die einst in der Heidelbergerstraße stand, brannte fast jeden Abend Licht, weil dort Junge wie Alte sägten, feilten, spleißten, hobelten und leimten, um einen neuen Schulgleiter zu bauen, aber auch um Schäden zu beseitigen, die während des Flugbetriebes an der alten Maschine entstanden waren. Wer gerne ballerte, konnte sich im Speicher bemühen statt Dachziegel Zwölfer zu treffen, was manchen sogar bei Preisschießen gelang.
Auch damals entstanden Spannungen zwischen Jungen und Alten, die oftmals in kleinen Raufereien endeten; einmal sogar in einem Boxkampf mit Handschuhen, den der Junior Richard Kohl gegen den Senior Eugen Bisson gewann, was die Jugendlichen freute, lernten doch einige bei Kohl boxen. Auch lachten sie, als dem Hoffmann Jules bei einem Gummiseilriss das Seilende in das Gesicht klatschte, der hierauf laut und deutlich fluchte.
Im Jahre 1935 übernahm Karl Pflaum die Vereinsführung des DLV (Deutscher Luftsport Verband) Ortsgruppe Hockenheim, bis er 1937 von Ludwig Stalter abgelöst und Theo Böhler Schriftführer wurde. Im gleichen Jahr wurde der DLV in das NSFK (Nationalsozialistisches Fliegerkorps) eingegliedert und der Flugsport zur vor militärischen Ausbildung umfunktioniert, die nun staatlich und ideell gefördert, dazu auch finanziell und materiell unterstützt wurde.
Für junge Menschen jedoch, die sich aktiv in der Segelfliegerei betätigen, war und blieb es weiterhin Sport, die das Erlebnis der Kameradschaft sowie des Fliegens faszinierte.
Es war ebenfalls 1935 als Peter Schopf, der bereits im 1. Weltkrieg Flugerfahrung sammeln konnte, einen Fluglehrerlehrgang absolvierte um danach seinen vielen Flugschülern das Einmaleins des Fliegens beizubringen. Er hielt zwar streng auf Disziplin und Ordnung, doch war er gut wie ein Vater und war der Pol des Vereins. Aber seine Flugschüler wurden, sobald sie ihr wehrpflichtiges alter erreicht hatten, fast ausnahmslos zur Luftwaffe eingezogen.
Doch infolge immer häufiger werdender Luftangriffe endete im September 1944 die Fliegerei in der Hockenheimer Gruppe und endete völlig für alle Deutschen durch das Flugverbot, das die Alliierten nach dem Einmarsch erließen.

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1951 Endlich wurde das Flugverbot für alle Deutschen aufgehoben und somit die Fliegerei sowie die Gründung von Sportflieger Clubs wieder möglich. Auch in Hockenheim fanden sich 53 am Fliegen interessierte Personen zusammen und gründeten am 9.Juni den "Aero Club" Hockenheim. Sie wählten Hajo Scheck zum 1.; Eugen Bisson zum 2.Vorstand und beschlossen ein Segelflugzeug vom Typ "Baby 3" sowie eine Seilwinde zu bauen. Peter Schopf ernannte man auf Grund seiner Verdienste um die Fliegerei zum Ehrenmitglied. Er war bereits im 1. Weltkrieg Pilot und Träger des "Pour le merte", war Gründungsmitglied des Hockenheimer "Aero Clubs" im Jahre 1933 und war bis zum Verbot der Fliegerei durch die Besatzungsmächte als Fluglehrer tätig.

1952 Die Verhandlungen und Gespräche mit Bürgermeister Hund über einen Flugplatz in der Auchtweid führten zu einer positiven Entscheidung des Stadtrates, so dass dem Club unweit der Stadt ein Gelände zur Verfügung gestellt wurde, welches sich wegen seines sumpfartigen Bodens jedoch nur beschränkt als Fluggelände eignete.
Am 14.Juni wurde das "Baby" getauft und für den Flugbetrieb freigegeben. Doch nach dem 5. Start machte es eine Bruchlandung und wurde dabei schwer beschädigt. Durch den Beistand eines Hilfskomitees, welches hierauf gegründet wurde, konnte die Maschine nach wenigen Wochen wieder starten.

1953 Bei der Generalversammlung im März wurde Eugen Bisson 1 und Heiner Happel 2. Vorsitzender. Außerdem beschloss die Versammlung einen "SG38" (Schulgleiter) zu bauen, welcher im Mai bereits fertig gestellt und auf den Namen " Hockenheim-Ring" getauft wurde. Auch die Seilwinde, "Siegfried" benannt, stand nun einsatzbereit am Platzende und funktionierte vorzüglich.

1954 Nach der Gründung des "Deutschen Aero Clubs" musste der Name des Vereins geändert werden. Bei einer Mitgliederversammlung einigte man sich auf den Namen "Sportflieger Club Hockenheim" Mit der Fertigstellung des Segelflugzeuges vom Typ "Bergfalke", welches in Eigenarbeit gebaut wurde, begann im Juli die Doppelsitzerschulung. Seine Taufe wurde mit einem Flugtag gefeiert, wobei der bekannte Segelkunstflugweltmeister Albert Falderbaum mitwirkte.
Nach knapp zwei Jahren drohte das "Aus" für den Flugplatz Auchtweid, denn die Bundesbahn plante eine Hochspannungsleitung quer über den Platz zu bauen. Dies brachte die kämpferischen Qualitäten Eugen Bissons zur vollen Entfaltung. Er sicherte sich den notwendigen Rückhalt beim Bürgermeister und Gemeinderat, führte daraufhin zähe Verhandlungen bei maßgebenden Stellen und Ämter bis die Gefahr beseitigt und der Plan geändert war.

1955 Weil Pkws im morastigen Gelände des Flugplatzes häufig stecken blieben, bastelte man einen "Alldog" zusammen, der auch private Bulldogs und Pferde als Seilrückholer ablöste.
Um die Flugzeuge, Fahrzeuge und Geräte unterstellen zu können, mussten diese nach jedem Flugbetrieb zu einem etwa 9 km entfernt gelegenen alte Lokomotivschuppen gefahren werden. Als zusätzliche Unterstellmöglichkeit kam nun ein alter Ochsenstall am Rande des Fluggeländes hinzu, der ein Teil des Geräts aufnehmen konnte.

1956 Durch Zufall entdeckte Walter Saam in den Rheinwiesen beim Herrenteich auf Hockenheimer Gemarkung ein geeignetes Fluggelände und führte daraufhin erfolgreiche Gespräche mit den Grundstückseigentümerin der evangelischen Pflege Schönau in Heidelberg um die Pachtfrage zu klären.
Nachdem August Müller nach eineinhalbjähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender zurückgetreten war, wählte man im Juli Heinz Gelb zum 1 und Walter Saam zum 2. Vorsitzenden. Karl Gantner, Bernd Baust und Heiner Happel wurden Fluglehrer.

1957 Dem neu gegründeten Schwetzinger Sportflieger Club wurde Beteiligung am Flugplatz Herrenteich angeboten und von diesen angenommen. Der Platz wurde hierauf hergerichtet und am 4. August eingeweiht.

1958 Einen besondere Ehre wurde Peter Schopf zuteil, als man ihn auf Grund seiner 42-jährigen Tätigkeit in der Fliegerei zum Ehrenmitglied des "Deutschen Aero Clubs" ernannte und zugleich in die "Traditionsgemeinschaft der alten Adler" aufnahm.
Fritz Klebert war der erste im Club der mit seinem Flug nach Landstuhl sowie seinem 5-Stundenflug im Juli die Bedingungen für die "Silber C" flog.
Um den weiteren Weg zum Lokomotivschuppen zu sparen, kaufte der Club einen gebrauchte Baracke und stellte diese neben dem Ochsenstall am Rande des Flugplatzes auf.

1959 Wiederum übernahm Eugen Bisson, welcher Heinz Gelb ablöste, die Führung des Vereins und wieder wurde ein Segelflugzeug, diesmal eine "KA8", jedoch als Privatmaschine für das Clubmitglied Fritz Pöschel gebaut. Im September wurde die Maschine fertig gestellt und eingeweiht.
Bei einer Mitgliederversammlung drängte Bisson zum Bau einer Halle, denn noch immer mussten die Flugzeuge auf und abgebaut werden.

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1960 Das Interesse des Clubs konzentrierte sich in diesem Jahr ausschließlich auf den Hallenbau, wodurch das Fliegen vorübergehend eingeschränkt werden musste. Am 24. September feierten die Aktiven das Richtfest.

1961 Es war am 15. Juli, als der "Alte Adler" Peter Schopf starb. Mit allen Ehren, die ihm der Club erweisen konnte, legte man ihn ins Grab.
Am gleichen Tag war ein gebrauchtes, doppelsitziges Segelflugzeug, ein "Kranich II" , eingetroffen, welches den Flugzeugpark auf 4 Maschinen erweiterte.
Im Dezember wählte die Generalversammlung Franz Klebert zum 1 und Erwin Scheu zum 2. Vorsitzenden.

1962 Inzwischen wurde der Platz teilweise aufgefüllt und mit der Halle 1 am 23. Und 24. Juni mit einem Flugtag eingeweiht. Eine Freude für alle 47 Beteiligten war im August ein Ferienlager in Agathazell im Allgäu, bei dem nicht nur geflogen, sondern auch der Urlaub genossen wurde.
1963 Weil nur geringe Einnahmen in die Kasse flossen, entschloss sich der Club eine "Ka6"-Unfallmaschine zu kaufen, um sie in Eigenarbeit wieder aufzubauen. Eugen Bisson wurde wieder um 1. Vorsitzenden gewählt.

1964 Mit der Ausrichtung einen BWLV- Lehrgangs für Jugendliche Modellflieger wurde der Hockenheimer Sportflieger Club beauftragt, dessen Leitung Fritz Kleber übernahm.
Seine Gruppe belegte bei dem anschließenden Wettbewerb die ersten Plätze. Während der Flugjahresabschlussfeier im November überreichte ihm der Vizepräsident des BWLV (Baden- Württembergischer Luftfahrtverband) Keuerleber ein Handschreiben des Präsidenten Bolzler, welcher ihm für seine hervorragende Jugendarbeit Anerkennung und Dank aussprach.

1965 Stolz präsentierte der Club im März seinen Hochleistungssegler "Ka6" und ließ den Vogel "Rheinschnook" taufen.
Bald darauf beschlossen die aktiven ein Segelflugzeug vom Type "Ka 8" für den Schulbetrieb zu bauen, welches weitaus leistungsfähiger als das "Baby" war und dieses ersetzen sollte.
Zum erstenmal wählte der Club Walter Saam zum 1. Vorsitzenden; Ernst Kreimes wurde zweiter. Eugen Bisson wurde an diesem Abend im Dezember der Titel eines Ehrenvorsitzenden zugesprochen.

1966 Die Segelflieger beschäftigten sich in diesem Jahr intensiv mit dem Bau der "Ka 8" sowie dem Umbau der Seilwinde, welche durch Motorschaden des Windenmotors ausgefallen war.
Wieder einmal drohte dem Flugplatz Auchtweid und dem Herrenteich der Garaus, denn die geplante Bundesautobahn 61 sollte beide Plätze kreuzen, wogegen sich der Club mit Herr Saam an der Spitze mit aller Kraft wehrte, so dass der Plan geändert wurde und die Plätze erhalten blieben.

1967 Beachtlichen finanziellen Aufschwung setzte mit der Inbetriebnahme des "Motodroms Hockenheim" ein, denn der Sportflieger Club verpflichtete sich, bei allen Großveranstaltungen die Abwicklung der Parkwache für Kraftfahrzeuge zu übernehmen.
Im Mai wurde die "Ka 8", zusammen mit dem neu erworbenen Segelflugzeug "SF 27", in der Festhalle getauft und mit einem Ball gefeiert. Nach langem Warten auf die Baugenehmigung konnten im Oktober die Fundamente für die Halle 2 in den morastigen Boden betoniert werden. Bauingenieur Georg Kienle plante und leitete den Abbruch im Sägewerk Richtberg sowie den Auf - und Umbau zur Flugzeughalle in der Auchtweid.
1968 Um den Oldtimer der Segelflugzeuge den Kranich 2 zu ersetzen, schaffte sich der Club einen neuen Doppelsitzer vom Type "ASK 13" an und ließ ihn am 18.Mai in der Festhalle taufen.
In 5000 Arbeitsstunden wurde die Halle 2 erstellt und konnte noch vor Wintereinbruch Flugzeuge aufnehmen.
Erich Wahl absolvierte zur Entlastung von Karl Gantner einen Fluglehrerlehrgang und Werner Horn wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt.

1969 In diesem Jahr ließen die Wolken soviel Wasser auf den Flugplatz regnen, dass der Bau eines Seilrückholweges erforderlich wurde. Auch die Halle 2 wurde fertiggestellt und eingeweiht.

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1970 Außer der teilweisen Auffüllung und Planierung des Flugplatzes sowie der Bestellung eines Motorseglers "SF25B", welcher im Oktober eintraf, verlief das Jahr ohne besondere Ereignisse.

1971 Zu den Maschinen des Vereins gesellte sich nun eine "ASW15", ein Kunststoffsegler, von dem alle Segelflieger schwärmten. Frau Christa Schlampp taufte das Flugzeug während eines besonders feierlichen Fliegerballs in der Festhalle auf den Namen "Süba".

1972 Die schon lang anhaltende Unsicherheit über den Verbleib des Flugplatzes Auchtweid wurde endgültig geklärt. Der Stadtrad entschied sich im Rahmen der Flurbereinigung, welche durch den Autobahnbau ausgelöst wurde, zu Gunsten des Vereins, dem nun ein Gelände von 1000 Metern Länge und 200 Metern Breite zur Verfügung stand. Von den Flugzeugen, die der Club bisher gekauft oder gekauft hatte, waren inzwischen der "SG38" verschrottet und das "Baby" sowie der "Kranich" stillgelegt worden. Zum ersten mal wurde der Hockenheimer Sportflieger Club mit der Durchführung des "Nordbadischen Fliegerballs" beauftragt, zu dem stets alle Fliegergruppen aus diesem Bereich eingeladen wurden und veranstaltete diesen in der Ketscher Rheinhalle.

1973 Nachdem die Winterarbeiten in der Werkstatt beendet waren, wurde am 27. Januar der Grundstein für das Clubhaus gelegt. Wieder opferten die Aktiven ihre ganze Freizeit, um das bisher größte Projekt in der Vereinsgeschichte des Vereins zu vollenden, dessen Richtfest sie bereits am 21. Juli feierten. Schon im Mai wurde mit einem Ball die Flugzeugtaufe des zweiten doppelsitzigen Segelflugzeuges "ASK13" gefeiert, welches den Namen "Opel Mehne" erhielt. Inzwischen ließ das Team Walter Saam, Werner Horn und Josef Träutlein zirka 30000 Kubikmeter Erde auf den Moorboden des begradigten Fluggeländes kippen und planieren, so dass der Flugplatz auch für den Motorflug geeignet wurde. Im September wurde die Platzeinweihung sowie die Vergrößerung des Flugzeugparks durch einen Motorfalken "SF25C" mit einem Flugtag gefeiert. 9700 Arbeitsstunden leisteten die 44 Aktiven in diesem Jahr für den Club.

1974 Wie es üblich ist, hielten auch bei der Einweihung des Clubhauses am 6. Juli die offiziellen Persönlichkeiten ihre Lobreden, um sich hernach mit allen Mitarbeitern an den kulinarischen Köstlichkeiten zu erfreuen, welche das Pächterehepaar Eltner bereitgestellt hatte. Kostenlos plante Architekt Alfred Siebert dieses Haus, das mit einem Vereinsbüro, einem Schulungsraum, einer Pächterwohnung, 8 Doppelbettzimmern und einer gemütlichen Gaststube sowie dem dazugehörenden geräumigen Nebenzimmer die Gäste überraschte. Im Sommer wurde der "Bergfalke" nach England verkauft.

1975 Er war ein relativ ruhiges Jahr, in dem neben den üblichen Arbeiten die Wochenendeinsätze bei 7 Großveranstaltungen im Motodrom Hockenheim sowie die Organisation eines Flugtages im August und des "Nordbadischen Fliegerballes" in der Neulußheimer Hardthalle, zu bewältigen waren.

1976 Zu einem Fest in gelockerter Stimmung wurde die Ballnacht im Mai, wobei zwei Kunststoffsegler getauft und von Dekan Beykirch geweiht und gesegnet wurden, sowie Ehrungen für 25 jährige Mitgliedschaft, seit der Wiedergründung des Vereins 1951, vom 1. Vorsitzenden Walter Saam vorgenommen wurden. Trotz der Proteste einiger Anwohner entschied sich das Stadtparlament für die Zulassung als Sonderlandeplatz, womit der Club ein wichtiges Ziel erreicht hatte. F-Schlepp-Möglichkeit.

1977 Da der Bedarf einer Schleppmaschine immer dringlicher wurde, beschloss der Club eine Motormaschine vom Type "Robin Remorquer" zu kaufen, welche am 23.April auf den Namen "Agrippina" getauft wurde. 8 Personen zwischen 17 und 55 Jahren meldeten sich daraufhin zur Ausbildung als Motorflugzeugführer an, so dass der Club zu der Segelflugschule auch eine Motorflugschule anmeldete, in der Fluglehrer Borchert aus Mannheim die Ausbildung übernahm. Am 25 September verstarb im Alter von 66 Jahren Ehrenvorsitzender des Clubs Eugen Bisson. Mit Trauerschleifen an den Tragflächen flogen die beiden Motorsegler über sein Grab und erwiesen ihm hiermit den letzten Gruß des Clubs. Zu einem großartigen Fest wurde der "Nordbadische Fliegerball" im Mozartsaal des Mannheimer Rosengartens, welcher vom Hockenheimer Club ausgerichtet wurde.

1978 Zum dritten Mal veranstaltete der Sportflieger Club im August einen "Tag der offenen Tür", bei dem außer den üblichen Flugvorführungen und Gastflügen auch kulinarische Spezialitäten von Horst Schäfer geboten wurden z.B. Hammel am Spies. Auch in diesem Jahr wurden die Mitglieder und Gönner im September zu einem Ball in die Festhalle Hockenheim eingeladen, wobei ein einsitziges Segelflugzeug vom Club, eine "Jeans Astig" auf den Namen "Bisson" und eine Privatmaschine von Weldebräu Chef Spielmann "Gambrinus" getauft wurden. Bei 71 Streckenflügen mit Segelflugzeugen legten die Piloten des Clubs in diesem Jahr 16796 Flugkilometer zurück. Die geplante Tankstelle am Rande des Flugplatzes konnte im Oktober fertig gestellt werden.

1979 33 Segelflugzeuge mit Piloten und Helfern standen am 6. Mai in 3 Reihen in der Auchtweid und warteten auf ihren Start zum 7. "Regionalen nordbadischen Segelflugwettbewerb", welcher zum erstenmal in Hockenheim ausgetragen wurde.

Fliegerisch noch erfolgreicher war dieses Jahr, denn einige Segelflieger konnten sich in der Gesamtwertung des "Deutschen Segelflugwettbewerbs" hervorragend platzieren. Noch vor Wintereinbruch wurde die Bodenplatte für die Halle 3 betoniert.

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1980 Bereits Ende März wurde auf die inzwischen aufgestellten Pfeiler eine außergewöhnliche Dachkonstruktion gelegt, was der Anlass zu einem zünftigen Richtfest war. Als ein besonderes Prachtstück stand nun neben den Segelflugzeugen des Vereins die kunstflugtaugliche, doppelsitzige Kunststoffmaschine "ASK21", welche noch vor dem "Tag der offenen Tür" im August eingetroffen war und nun das Programm bereicherte. Nach dem auch die Halle 3 fertiggestellt war, standen am Jahresende über 20 Flugzeuge in den Hallen.

1981 Nur ungern trennten sich einige Aktive von dem Motorfalken "SF25B", dessen Verkauf schon einige Zeit geplant war, doch erst in diesem Jahr erfolgte. Ein Fliegerfest mit besonderer Note war wiederum der "Nordbadische Fliegerball" im Mozartsaal des Mannheimer Rosengartens, der vom Hockenheimer Club ausgerichtet wurde und diese festlich umrahmte.

1982 Auf alle, die Franz Klebert kannten, wirkte die Nachricht über seinen Absturz erschütternd. Er war einer der erfahrensten Piloten des Vereins, war vorbildlich in Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit, flog nie mit Risiko; er fiel am 29. August aus immer noch ungeklärten Gründen unweit des Flugplatzes mit dem Kunststoffsegler "ASW19" in ein Maisfeld und starb dabei den Fliegertod. Noch kurz vor dem Jahresabschluss leistete sich der Club eine neue Schleppmaschine vom Type "Robin Remorquer", nachdem die alte von der Fliegergruppe Biberach/Riss gekauft wurde, um auch dort Segelflugzeuge in die Thermik zu schleppen.